Offene Kirche

Die Christuskirche ist während des Tages geöffnet und lädt zum stillen Gebet ein.

Eine offene Kirche bedeutet Gastfreundschaft, Ruhe, Zeit für ein Gebet, die Möglichkeit, die Kirche zu entdecken und - mit etwas Glück- sie mal ganz für sich zu haben


Geschichte der Christus - Kirche

Die Evangelische Christuskirche ist unverkennbares Wahrzeichen der Dietzenbacher Altstadt. Bereits im 9./10. Jahrhundert hat an ihrer Stelle eine Vorgängerkirche gestanden. Anfang des Jahres 1753 wurde die Kirche nach einem Brand abgerissen und ein neues Gotteshaus errichtet. Das Kirchenschiff konnte dabei mit dem ursprünglich separat stehenden, aus dem 15. Jahrhundert stammenden, gotischen Kirchturm (einem ehemaligen Wehrturm aus dem Spätmittelalter) verbunden werden. Kirche und Turm stehen heute unter Denkmalschutz.

  • Frankenzeit: eine kleine Vorgängerkirche an der Stelle der heutigen Christuskirche entsteht
  • 1250 Dietzenbach wird selbständige Pfarrei mit Kirche und Friedhof, ein Teil der Friedhofsmauer ist bis heute erhalten
  • 1545 Reformation in Dietzenbach
  • Dreißigjähriger Krieg: Die Kirchenglocken werden zerschlagen
  • Winter 1634/35 Die Kirche brennt ab
  • 1668 bis 1715 Notdürftige Restaurierungen
  • 1700 Aufbau der ersten Orgel
  • 1753 Das alte „Kirchlein“ wird bis auf den Turm niedergelegt, Baubeginn einer neuen Kirche
  • 27. Oktober 1754 Einweihung der neuen Kirche
  • 1808/09 Bau des Pfarrhauses
  • Etwa 1910 Renovierung der Kirchendecke, Erneuerung innerer Anstrich und Beleuchtung
  • 1917 Die Kirchenglocken werden kriegsbedingt eingeschmolzen
  • 1921 Die Kirche erhält drei neue Stahlglocken
  • 1932 Bau des Gemeindehauses
  • 20. 09. 1941 Die Kirche wird durch Bomben schwer beschädigt
  • Ab 1945 Kontinuierliche Restaurierungsarbeiten an der Kirche
  • 1969/70 Grundlegende Sanierungs- und Renovierungsarbeiten nach restauratorischen Gutachten
  • 1977/78 Bau des Gemeindezentrums und Pfarrhauses in der Rodgaustraße
  • 1994 Die Ev. Kirchengemeinde Dietzenbach teilt sich in Ev. Rutgemeinde und Ev. Christuskirchengemeinde auf
  • 2007 Beginn einer neuen großen Innenrenovierung der Kirche nach restauratorischen Gutachten
  • 2008 Einbau von drei neuen Bronzeglocken
  • 2011 Zusammenschluss von Ev. Rutgemeinde und Ev. Christuskirchengemeinde zur Ev. Christus-Gemeinde
  • 2012 Neugestaltung des Kirchhofs / Freilegung des Brunnens

Rutkirche und Gemeindezentrum

1978 wurde das Gemeindezentrum der damaligen Evangelischen Kirchengemeinde in dem neuen Stadtviertel eingeweiht. Seitdem werden in dem Zentrum regelmäßig Gottesdienste gefeiert und es beherbergt bis heute viele unterschiedliche Gruppen unter einem Dach.

In den 90ziger Jahren wurde der Sakralraum zu einer Kirche ausgebaut. Der Raum erhielt 1996 die Fenster von dem Künstler Duttenhöffer, den Glockenturm  und den Taufstein.

Neben den Gottesdiensten wird in dem Gemeindezentrum der Christus – Gemeinde getanzt, musiziert, geredet, gelernt, zusammen gegessen und vieles mehr. Es ist zu einem Ort der Gemeinschaft geworden.

Leitsätze der Christus-Gemeinde

Die Christus-Gemeinde ist Einheit in der Vielfalt des Lebens

In der Evangelischen Christus-Gemeinde gibt es große Menschen und kleine, Jungs und Mädels, Frühaufsteher und Langschläfer, Gefühlsbetonte und eher nüchterne Denker, junge Jenseits-Sechziger und alte Mittdreißiger. Allen gemein ist grundsätzlich eins: Sie bekennen sich zu ihrem Glauben an Gott.

 Ausgewogenes Gemeindeleben zwischen altem Ort und neuer Stadtmitte

„Wir sind eine Gemeinde“ heißt es für die Mitglieder vom Hexenberg am südlichen Rand der Stadt bis zum Kreishaus in der Stadtmitte. Gegliedert ist die Christus-Gemeinde in zwei Bezirke, die jeweils von einer Pfarrperson versorgt werden. Die barocke Christuskirche an der Darmstädter Straße symbolisiert mitten im „alten Ort“ die historische Grundlage der Kreisstadt Dietzenbach, die moderne Rut-Kirche an der Rodgaustraße setzt als Bindeglied zwischen Altstadt und neuer Stadtmitte ein Zeichen für die Zusammengehörigkeit einer großflächigen Kommune. Unzählige Dietzenbacher wurden in den beiden Kirchen zur Taufe gebracht, haben geheiratet, ihre Jubiläen gefeiert und getrauert. Um Gottes Gegenwart für Suchende auch im Alltag frei erfahrbar zu machen, hält die Gemeinde die Christuskirche als Ort der Stille täglich bis zum Einbruch der Dunkelheit zur Einkehr geöffnet. Die zu den Kirchen gehörigen Gemeindezentren sind gut genutzt und mit Leben gefüllt.

Mit der ersten Erwähnung im Jahr 1545 ist die Gemeinde die älteste evangelische im Ort. Entsprechend vielfältig und ausgewogen ist das kirchliche Leben; die Frauenhilfe ist eine der größten in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, hohen Stellenwert genießen Kirchenmusik und Angebote für Kinder. Die Gottesdienste, ob traditionell oder in besonderer Form, finden guten Zuspruch, auch Bibelkreise und Glaubenskurse stoßen auf großes Interesse. Zur evangelischen Martin-Luther-Gemeinde im Norden der Stadt und der katholischen Pfarrgemeinde St. Martin besteht intensiver und herzlicher Kontakt, der interreligiöse Dialog zu den Moscheegemeinden wird sorgsam gepflegt.

 Alles Tun verknüpft sich letztendlich mit Gott

Dabei ruht das Gemeindeleben auf großem persönlichen Einsatz, mehr als hundert Ehrenamtliche bringen sich ein mit Ideen, Zeit und Engagement. Darüber hinaus gibt es unzählige Helfer, die Hand anlegen, wenn es etwas zu tun gibt. Nach dem Leitwort „Einheit in der Vielfalt“ ist jeder mit seinen Talenten und Fähigkeiten eingeladen mitzutun, die Gemeinde wünscht sich viel Geist und viele Glieder. Egal ob beim Festausschuss, der dafür sorgt, dass Essen und Trinken auf den Tisch kommen und Leib und Seele zusammen halten. Oder bei der „Männerrunde“, die Austausch abseits vom Skatklopfen bietet und in der Theatergruppe, die im kulturellen Leben der Stadt einen festen Platz hat. In einem gesunden Spektrum von Ruhe bis Ausgelassenheit stellt die Christus-Gemeinde Beziehungen und Verbindungen unter Menschen her und verknüpft letztendlich alles Tun mit Gott. Grund zum selbstlobenden Schulterklopfen gibt es deshalb noch lange nicht. Das Ziel „Einheit in der Vielfalt“ darf niemals aus den Augen geraten. Gemeinde ist immer ein Prozess, ein beständiges Werden.

 

Leitsätze der Gemeinde

Unter anderem aus diesem Grund hat der Kirchenvorstand zehn Leitsätze entwickelt, die das Selbstverständnis der Christus-Gemeinde beschreiben und zum Alltag allen Lebens dort dazu gehören:

Wir sehen uns und unser Handeln in der Nachfolge Jesu Christi

Wir sind offen und einladend

Wir fördern Begegnung und gestalten Gemeinschaft

Wir pflegen Gastfreundschaft und feiern das Leben

Wir begleiten und unterstützen Menschen

Wir ermutigen zum Glauben

Wir laden zur Mitgestaltung und Beteiligung ein

Wir stärken das Miteinander der Konfessionen und Religionen

Wir übernehmen Verantwortung für unsere Stadt

Wir vertrauen auf Gottes segnendes Wirken


Ihre Spende

Der Erhalt der Kirchen, unser Mitarbeiterin in der Kinder- und Jugendarbeit, all die vielfältigen Felder der Gemeindearbeit leben nicht nur von engagierten Ehrenamtlichen, sondern auch von Ihren Spenden. Dafür bedanken wir uns herzlich! Mit ihren Gaben machen Sie viel möglich.

Kollekten- und Spendenkonto: 
Volksbank Dreieich e.G.
IBAN: DE69 5059 2200 0000 5016 20 / BIC: GENODE51DRE

Gerne stellen wir Ihnen für Ihre Spende eine Spendenquittung aus. Bitte wenden Sie sich an unser Büroteam.


Tipps und Infos Umwelt und Klimaschutz

www.ev-dekanat-dreieich-rodgau.de/gesellschaft/umwelt-klima-nachhaltigkeit

Umweltbundesamt

Deutscher Wetterdienst

Deutsche Energie Agentur

Zentrum für gesellschaftliche Verantwortung

Der grüne Hahn

Der Grüne Hahn ist ein System, mit dem man die Umweltauswirkungen in einer Kirchengemeinde oder kirchlichen Einrichtung erfassen, bewerten und reduzieren kann. Durch gemeinsam festgelegte Ziele, verbunden mit klaren Zuständigkeiten, werden stetige Verbesserungen erreicht, z.B. beim Verbrauch von Energie und Wasser, bei den Außenanlagen oder beim Einkauf. Dafür wird die Gemeinde mit dem Zertifikat „Grüner Hahn“ ausgezeichnet.

Im Februar 2012 wurde das Umweltteam durch Pfarrer Manfred Senft mit Stefan Fenchel, Wolfgang Knecht und Naili Yücevardar gegründet. 
Im Sommer 2016 erhielt die Christus - Gemeinde das Zertifikat vom offiziell durch die EKHN beauftragten Revisor. Am 16. November wurde das Zertifikat anlässlich eines Gottesdienstes rund um das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit feierlich übergeben, sowie die Grüne-Hahn-Plakette gut sichtbar am Gemeindehaus angebracht.

Zertifizierung

privat