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Johannes Bauer - Neuer Gemeindepädagoge in Dietzenbach


Dietzenbach/Heusenstamm, 1. April 2025 - PRESSEINFORMATION Nr. 29 / 2025
Aufbruch im Nachbarschaftsraum Dietzenbach-Heusenstamm
Gemeinsam gesegnet – gemeinsam unterwegs
In der Christuskirche Dietzenbach erhielten das Verkündigungsteam der drei evangelischen Kirchengemeinden in Dietzenbach und Heusenstamm sowie der neue Gemeindepädagoge Johannes Bauer den Segen für ihren Dienst. Die drei Gemeinden starten damit - wie Nachbarschaftsräume in der gesamten EKHN - offiziell in eine neue Phase der Zusammenarbeit.
Wo frisches Brot durch die Kirchenbänke gereicht wird, da geht es um mehr als nur Geschmack. Es geht um Gemeinschaft, Glaube und den Mut zum Aufbruch. So geschehen am vergangenen Sonntag "Lätare", als die drei evangelischen Kirchengemeinden im Nachbarschaftsraum Dietzenbach-Heusenstamm – die Christus-Gemeinde Dietzenbach, die Martin-Luther-Gemeinde Dietzenbach-Steinberg und die Kirchengemeinde Heusenstamm – in der Evangelischen Christuskirche der Kreisstadt zu einem festlichen Gottesdienst zusammenkamen.
Gefeiert wurden zwei besondere Anlässe, auf die der stellvertretende Dekanatspräses Dr. Rainer Hollmann in seiner Begrüßung hinwies: die Segnung des neuen hauptamtlichen Verkündigungsteams – und die feierliche Einführung von Johannes Bauer als Gemeindepädagoge für den gesamten Nachbarschaftsraum.
Johannes Bauer: Gemeindepädagoge „mit dem entscheidenden Plus“
In ihrer Ansprache stellte stellvertretende Dekanin Birgit Schlegel den neuen Kollegen ausführlich vor: Johannes Bauer ist seit zwei Wochen im Nachbarschaftsraum unterwegs, war bereits auf einer Konfi-Fahrt dabei und ist in allen drei Kirchengemeinden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zuständig. Aufgewachsen in einem Pfarrhaus, sei Kirche für ihn von Anfang an Teil des Lebens gewesen. Der "echte Teamplayer“ bringe von Kindergottesdienst bis Pfadfinderarbeit alles mit, was es an praktischer Erfahrung brauche.
Sieben Jahre war Bauer ehrenamtlich als Konfi-Teamer aktiv, auch danach begleitete er noch Kinder- und Jugendfreizeiten. Nach der 10. Klasse absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr in der katholischen Kinder- und Jugendpastoral in Bad Kreuznach. Die Weichen waren gestellt: Fachabitur, Ausbildung zum Sozialassistenten, Studium der Sozialen Arbeit mit gemeindepädagogischer und diakonischer Zusatzqualifikation – und aktuell ein Masterstudium in Religionspädagogik an der Evangelischen Hochschule Darmstadt, das er parallel zu seiner neuen Aufgabe abschließt.
„Das entscheidende Plus ist seine Liebe zu Menschen“, so Schlegel. Bauer will junge Leute ermutigen, neue Ideen verwirklichen und Konzepte mit popkulturellen Elementen entwickeln. Glaube sei für ihn kein festes Gebilde, sondern eine Grundlage, aus der Angebote erwachsen. „Soziale Gerechtigkeit spielt für ihn eine große Rolle“, betonte Schlegel – und zitierte Bauer selbst: „Brot schmeckt am besten, wenn man es miteinander teilt.“
„Ich bin das Brot des Lebens“ – Predigt mit Hand, Herz und Hefe
Dekan Steffen Held griff das Motiv des Brots in seiner Predigt anschaulich auf – nicht nur mit Worten, sondern auch mit echtem Bauernbrot, das durch die Reihen wanderte. „Ich kann mir keinen Gottesdienst über Brot vorstellen, ohne wenigstens ein Stück zu kosten“, sagte er augenzwinkernd. Brot sei nicht nur Nahrungsmittel, sondern Zeichen für Gemeinschaft und Verbindung; so wie Jesus selbst: „Wie das Brot ein Laib ist, der aus vielen Körnern besteht, so entsteht auch eine tragfähige Gemeinschaft aus vielen Individuen.“
Ausgehend von den Brot-Worten Jesu im Johannes-Evangelium schlug der Dekan des Evangelischen Dekanats Dreieich-Rodgau den Bogen vom Manna in der Wüste, der Speise, die das Volk Israel auf der Flucht aus Ägypten rettete, hin zur christlichen Verheißung Jesu als „lebendiges Brot“, das aus dem Himmel kommt. Eine befreiende und stärkende Zusage, damals wie heute. Der Blick auf Jesus als Quelle geistlicher Nahrung könne helfen, Vertrauen zu fassen und gemeinsam Schritte zu wagen – in der Gemeinde wie im Alltag jedes Einzelnen. „Wenn wir das Brot miteinander teilen, im wörtlichen wie im geistlichen Sinn, dann wird daraus echte Gemeinschaft.“
Segen für ein starkes Team
Nach der Predigt bat Dekan Steffen das neue hauptamtliche Verkündigungsteam nach vorn. Es besteht aus den Pfarrer*innen Andrea Schwarze und Mareike Clausing (Christus-Gemeinde Dietzenbach), Uwe Handschuch (Martin-Luther-Gemeinde Steinberg) sowie Dr. Corinna Klodt und Susanne Winkler (Heusenstamm), dem Dietzenbacher Dekanatskantor Christian Müller und auch dem Gemeindepädagogen Johannes Bauer. Gemeinsam sprachen Held, stellvertretende Dekanin Birgit Schlegel und stellvertretender Präses Dr. Rainer Hollmann ihnen den Segen für ihren Dienst zu. Die Segnung machte deutlich, dass künftig noch stärker im Team gearbeitet wird – über Berufsgruppen und Gemeindegrenzen hinweg. Ein sichtbarer Startschuss für die Zusammenarbeit im Nachbarschaftsraum Dietzenbach-Heusenstamm.
Der musikalisch reich ausgestaltete Gottesdienst wurde getragen von Chören aus dem gesamten Nachbarschaftsraum unter der Leitung der Dekananatskantoren Dorothea Baumann und Christian Müller. Im Gottesdienst selbst sowie im anschließenden Empfang folgten Grußworte: Carsten Preuß, Dekanatsjugendreferent und Vertreter der Mitarbeitendenvertretung, hob die gute Zusammenarbeit im Nachbarschaftsraum hervor und betonte, wie wichtig es sei, dass hauptamtliche Mitarbeitende in ihrem Engagement gestärkt und verlässlich begleitet werden. Auch der Heusenstammer Bürgermeister Steffen Ball richtete ein Grußwort an die Anwesenden und unterstrich die Bedeutung der Kirchengemeinden als verlässliche Partner im kommunalen Zusammenleben. Er dankte allen, die sich in kirchlichen Räumen engagieren – haupt- wie ehrenamtlich – und zeigte sich erfreut über die personelle Kontinuität und den sichtbaren Aufbruch im kirchlichen Leben vor Ort.
Porträt Johannes Bauer
Seit Mitte März ist Johannes Bauer als Gemeindepädagoge im Nachbarschaftsraum Dietzenbach-Heusenstamm im Dienst. Der studierte Sozialarbeiter mit gemeindepädagogischer und religionspädagogischer Qualifikation bringt langjährige Erfahrungen aus der Kinder- und Jugendarbeit mit und möchte junge Menschen stärken, soziale Gerechtigkeit fördern und Kirche mit neuen Ideen gestalten. „Brot schmeckt am besten, wenn man es miteinander teilt“ – dieser Gedanke begleitet ihn auch in seinem beruflichen Alltag.
Das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau
Das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau umfasst 27 Kirchengemeinden in sechs Nachbarschaftsräumen mit rund 50 Pfarrerinnen und Pfarrern, 17 Mitarbeitenden im Gemeindepädagogischen Dienst sowie fünf Kantorinnen und Kantoren in den hauptamtlichen Verkündigungsteams für 65.000 evangelische Kirchenmitglieder im Kreis Offenbach und den Hanauer Stadtteilen Klein-Auheim und Steinheim. Es erstreckt sich von der A5 und dem Frankfurter Flughafen im Westen bis zur Mainlinie im Norden und Osten. Das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau hat die Trägerschaft für 18 evangelische Kindertagesstätten und betreibt die Evangelische Familienbildung im Kirchenkreis. Das Dekanatsteam im Haus der Evangelischen Kirche in der Kreisstadt Dietzenbach engagiert sich unter anderem in der Kinder- und Jugendarbeit, der Kirchenmusik, den Handlungsfeldern Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung sowie in der Alten-, Klinik-, Hospiz- und der Notfallseelsorge. Präses der Dekanatssynode ist Dr. Michael Grevel, Pfarrer Steffen Held ist der Dekan, Pfarrerin Birgit Schlegel die stellvertretende Dekanin.